Vielfältige Bestäuber

Für eine blühende
Zukunft mit Wildbienen

Die rund 580 einheimischen Wildbienenarten sind unverzichtbar für unser Ökosystem und wichtig für die nachhaltige Bestäubung unserer Kulturpflanzen. Sie sind für sich und ihre Nachkommen auf ein kontinuierliches Blütenangebot angewiesen. Einheimische Wildblumen, geeignete Nisthilfen und die Förderung der Biodiversität im Allgemeinen helfen Wildbienen – und sorgen für eine blühende Zukunft.

Unser Engagement für die Biodiversität

Die Förderung der Biodiversität ist essenziell für unsere Zukunft. Unser fundiertes Fachwissen über Wildbienen und Wildblumen nutzen wir vielfältig: Wir bauen großflächige Wildbienenparadiese, stellen in verschiedenen Beiträgen Tipps zusammen und bieten in der Schweiz Wildbienen-Exkursionen an. So unterstützen wir aktiv alle, die die Biodiversität fördern möchten.

Entdecken Sie unsere vielfältigen Tipps und Angebote:

Unsere Wildbienenparadiese

Wo wir bauen, erblüht die Biodiversität: In unseren Wildbienenparadiesen finden Wildbienen, Insekten und Reptilien ein ideales Zuhause.

Für unsere Wildbienenparadiese kombinieren wir fachkundig Wildblumen, Nistmaterial und Nisthilfen. Informationstafeln in den summenden und blühenden Wildbienenparadiesen laden Besucherinnen und Besucher zum Entdecken ein.

Wildbienen, die vergessenen Bestäuber

Die meisten denken bei Bienen in erster Linie an Honig und damit an die seit Jahrtausenden domestizierte Honigbiene. Neben der Honigbiene gibt es aber allein in Deutschland noch etwa 580 andere Bienenarten, die keinen Honig produzieren. Diese unermüdlich arbeitenden Wildbienen sind für einen Großteil der Bestäubung unserer Kulturpflanzen und Wildblumen verantwortlich.

Die Vielfalt der Wildbienen

Weltweit sind über 17000 verschiedene Wildbienenarten beschrieben worden – Tendenz steigend. Zum Vergleich: Die viel besser erforschten Säugetiere stellen gerade mal knapp 5500 Arten. In Deutschland leben derzeit circa 580 Arten, deren Zusammenleben und Nistverhalten sehr unterschiedlich ist. Es gibt dabei nicht die eine Wildbiene: Die kleinste Biene in Deutschland, die Sand-Steppenbiene, misst nur 4 Millimeter, die größte wird bis zu 28 Millimeter groß: die Blauschwarze Holzbiene.

Gefährdung
der Wildbienen

Aufgrund der Zersiedlung und der Intensivierung der Landwirtschaft finden Wildbienen immer weniger geeignete Flächen für die Aufzucht ihrer Nachkommen. Auch ihre Nahrungsquellen – einheimische Wildblumen – wurden in den letzten Jahren immer weniger: Nicht zuletzt deshalb ist heute bereits rund die Hälfte aller Wildbienenarten in
Deutschland gefährdet.

Förderung
der Wildbienen

Wildbienen brauchen einheimische Wildblumen, um sich und ihre Nachkommen zu ernähren: Durchs Pflanzen von geeigneten Wildblumen und Wildstauden können Sie einen wichtigen Beitrag leisten, um diese wertvollen Tiere zu unterstützen. Auch Nistmöglichkeiten, wie ein Wildbienenhäuschen und natürliche Niststrukturen wie offene Bodenflächen, markhaltige Stängel, Trockenmauern oder Morschholz bieten eine wertvolle Unterstützung.

Unsere Tipps
für Sie

Wir stellen laufend verschiedene Tipps zusammen, wie Sie Wildbienen fördern können: Oft braucht es wenig, um einen wertvollen Beitrag für Wildbienen und die Biodiversität zu leisten. Dafür ist weder ein Garten auf dem Land noch Fachwissen notwendig – auch auf einem Stadtbalkon oder in einem Hinterhof kann vielfältiges Leben erblühen. Schauen Sie in unserer Rubrik «Tipps & Tricks» vorbei und lassen Sie sich inspirieren.

Hier geht es zu unseren Tipps & Tricks.

Wildbienen im BeeHome

Die vielen verschiedenen Wildbienenarten fliegen von Frühling bis Herbst.
Die Mauerbienen etwa, die im BeeHome nisten, sind früh im Jahr unterwegs – es gibt hingegen viele Wildbienenarten, die sich im Sommer vermehren. Die Hohlraumnister unter ihnen, finden in unserem Nistblock BeeSummer ein ideales Zuhause: Hier haben wir für Sie jene Wildbienenarten zusammengestellt, die im Frühling und Sommer nisten.

Rostrote Mauerbiene

Die Rostrote Mauerbiene (Osmia bicornis) fühlt sich in Gärten des Siedlungsraums ausgesprochen wohl.

Gehörnte Mauerbiene

Die Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta) ist eine der Arten, die am häufigsten an Nisthilfen beobachtet werden.

Schöterich-Mauerbiene

Die Schöterich-Mauerbiene (Osmia brevicornis) ist eher selten, kann jedoch manchmal auf Blüten der Nacht- oder Mondviole beobachtet werden.

Möchten Sie mehr über einzelne Wildbienenarten erfahren? Hier geht es zur Rubrik «Wildbienen und Wildpflanzen»

Wildblumen für Wildbienen

Auf den Blüten geeigneter Wildblumen finden Wildbienen Pollen und Nektar, die sie für die Ernährung ihres Nachwuchses brauchen. Wir bieten mit unserem BeeSnack Diversity eine Zusammenstellung der besten Wildblumen für Wildbienen – sie bringen frohe Farbtupfer auf den Balkon und wertvolle Nahrung für Wildbienen und weitere Insekten.

Aufrechter Ziest

Der Aufrechte Ziest (Stachys recta) bezaubert mit seinen zartweissen, eleganten Blüten von Juni bis Oktober. Er lockt die wunderschöne Garten-Wollbiene an und ist für viele spät fliegende Wildbienenarten sehr wertvoll.

Heilziest

Der Heilziest (Stachys officinalis) wird seit Jahrhunderten als Heilpflanze verwendet und ist in jedem Kloster- und Apothekergarten anzutreffen. Seine strahlend violetten, hoch aufragenden Blüten sind eine wahre Augenweide.

Hornklee

Der leuchtend gelbe Hornklee (Lotus corniculatus) ist ein absoluter Alleskönner: Er bietet so vielen Wildbienenarten die passende Nahrung wie kaum eine andere Wildpflanze. Deshalb sollte der Hornklee in jedem Garten und auf jedem Balkon ein Plätzchen finden.

Möchten Sie mehr über einzelne Wildblumen erfahren? Hier geht es zur Rubrik «Wildbienen und Wildpflanzen»

Holen Sie sich ein Stück Natur nach Hause

Alle unsere BeeHome können in der Stadt oder auf dem Land platziert werden: Die friedlichen Tiere fühlen sich überall wohl!

Fragen & Antworten rund um Ihr BeeHome

Es kann vorkommen, dass bereits geschlossene Niströhrchen plötzlich wieder ganz oder teilweise offen sind. Dies ist kein Grund zur Besorgnis. Am Eingang des Röhrchens lassen die Bienen immer eine Zelle leer und legen in dieser vorderen Kammer kein Ei ab. Sollte also mal ein Vogel das Häuschen entdeckt haben, kann er mit seinem Schnabel normalerweise nicht bis zu den Zellen vordringen, in denen die Kokons sind. Manchmal können die Lehmwände aber auch ohne äußere Einwirkung zerbröckeln.
Wildbienen sind von Natur aus friedlich und wollen nur eines: Möglichst ungestört Pollen für ihre Nachkommen sammeln und ins Nest, also das BeeHome, bringen. Solange der eigene Hund oder die eigene Katze die Wildbienen also in Ruhe lässt, werden sich auch die fleißigen Bestäuber nicht für sie interessieren oder sie gar ärgern. Natürlich sind Wildbienen wie alle Insekten für Hunde und Katzen interessant, auch als Spiel- oder Jagdobjekte. Es kann sein, dass ein Mauerbienen-Weibchen dann in Notwehr ein neugieriges Haustier sticht. Für das Tier ist so ein Stich ungefährlich und sorgt höchstens für einen kurzen Schreckmoment. Wir empfehlen, das BeeHome so hoch aufzuhängen, dass die Flugschneise der Wildbienen außerhalb der Reichweite des eigenen Hundes oder der eigenen Katze ist. Aus Erfahrung können wir sagen, dass sich Wildbienen und Haustiere nicht in die Quere kommen, solange das Wildbienen-Häuschen hoch genug hängt. Von den BeeHome Bewohnern geht keine Gefahr aus.
Mauerbienen sind eine von rund 580 Wildbienenarten in Deutschland. Alle Mauerbienen sind also Wildbienen, aber nicht alle Wildbienen sind Mauerbienen. Die beiden Schwesterarten Gehörnte Mauerbiene und Rote Mauerbiene sind in ganz Deutschland und in vielen Teilen Europas weit verbreitet, da sie sehr anpassungsfähig sind und gern in Städten und Dörfern leben.
Mauerbienen sind solitär lebende Wildbienen. Sie leben nicht in einem Volk und produzieren auch keinen Honig. Jedes Mauerbienenweibchen versorgt jeweils den eigenen Nachwuchs mit einem Nahrungsvorrat aus Pollen und Nektar.
Sie erhalten mit der Startpopulation Kokons der Roten Mauerbiene (Osmia bicornis) oder der Gehörnten Mauerbiene (Osmia cornuta). Falls Sie Ihr BeeHome gegen Ende des Frühlings bestellt haben, kann es sein, dass nur die Rote Mauerbiene mitgeschickt wird. Denn die Flugzeit dieser Art geht bis Ende Juni, während die Gehörnte Mauerbiene bis Mitte Mai aktiv ist. Beide Arten sind einheimisch und in Mitteleuropa weit verbreitet. Detaillierte Informationen über ihren Lebenszyklus finden Sie hier.
Unsere Mauerbienen kommen aus Deutschland und wurden während mehreren Jahren von uns und unseren Partnern im Obstbau vermehrt. 
Mauerbienen ernähren sich und ihre Nachkommen von Pollen und Nektar. Sie sind in ihrem Sammelverhalten nicht sehr wählerisch. Trotzdem ist es sinnvoll, sie mit einer Auswahl an geeigneten Pflanzen zusätzlich zu unterstützen. Ausführliche Informationen zu vielen einheimischen Pflanzen, die mit ihrer farbenfrohen Blütenpracht als Pollen- und Nektarlieferanten dienen, finden Sie hier.
Die Lebensdauer der Mauerbienen ist abhängig von den Wetterverhältnissen. Die Männchen leben nach dem Schlüpfen etwa zwei bis drei Wochen, die Weibchen werden vier bis sieben Wochen alt.
Die Weibchen unserer Mauerbienen haben zwar einen kleinen Stachel, sie setzen diesen jedoch kaum je ein. Er ist auch so weich, dass er kaum in menschliche Haut dringen kann. Die Mauerbienen zeigen vor allem keinerlei aggressives Verhalten: Man müsste die Tiere regelrecht mit der Hand zerdrücken wollen, um einen Stich zu riskieren. Ein Stich wäre aber kaum schmerzhaft und nicht mit Stichen von Honigbienen oder Wespen zu vergleichen, sondern eher mit einem Brennesselkontakt. 

Newsletter

Sie können hier Ihre Newslettereinstellungen verwalten und sich
jederzeit wieder aus dem Newsletter austragen.

Unser Newsletter-Archiv.