Wildbienen im Winter: Warum sie es jetzt kalt brauchen

Geposted von Holger Thissen am

Im Frühling mögen die Bienen es sonnig und warm. Aber ab Herbst braucht der Nachwuchs in den Niströhrchen niedrige Temperaturen. Warum das so ist und wieso dein BeeHome auch in frostiger Winterkälte immer draußen bleiben muss, erfährst du hier.

Viele BeeHome-Besitzer*innen fragen sich, ob ihre Wildbienen im Winter frieren. Ist es vielleicht besser für die zarten Tierchen, das Wildbienen-Häuschen in den kalten Wochen in die warme Garage oder Wohnung zu holen? Die Antwort ist: nein. Die Wildbienen frieren nicht. Im Gegenteil: Sie brauchen im Herbst und Winter die Kälte, um sich für den Frühling bereit zu machen.

Aber warum ist das so? Insekten können zwar ihre Körpertemperatur nicht steuern, wie das etwa Säugetiere machen. Sie sind immer so warm oder kalt wie die Luft. Um zu verhindern, dass sie zu Eis erstarren, produzieren sie in ihrem Körper eine Art Frostschutzmittel. Natürlich beherrschen auch deine Mauerbienen diesen und andere Tricks. Mit ihren natürlichen Frostschutzmitteln verhindern sie das Gefrieren. Darum können sie auch Temperaturen bis -25 Grad Celsius überstehen.

So überwintern die jungen Mauerbienen im Kokon. Hier eine Gehörnte Mauerbiene. in einem aufgeschnittenen Kokon Bilder: Pollinature /Jennaminnie 

So überwintern die jungen Mauerbienen im Kokon. Hier eine Gehörnte Mauerbiene. in einem aufgeschnittenen Kokon Bilder: Pollinature /Jennaminnie

Das erklärt aber noch nicht, warum Wärme im Winter nicht gut ist für deine Mauerbienen. Deshalb ist ein weiterer Punkt wichtig:

Während der Winterruhe verlangsamt sich der Stoffwechsel der Wildbienen und sie benötigen kaum Nahrung, sind im Energiesparmodus. Hier helfen auch die niedrigen Temperaturen, denn diese verlangsamen ihren Stoffwechsel noch weiter und ihr Fettvorrat hält länger. Während dieser Zeit verlieren die Bienen 10 bis 15 Prozent ihres Gewichts! Dies ist einer der Gründe, warum ein BeeHome im Winter draußen bleiben muss. Im Warmen beschleunigt sich der Stoffwechsel und die Tiere verbrauchen zu viel Energie, was der Entwicklung schadet.

Übrigens: Die Rote Mauerbiene (Osmia bicornis) ist eine der wenigen Wildbienen, die als erwachsenes Tier überwintert. Die meisten überwintern als Puppen oder Larven. Dadurch kann die Rote Mauerbiene – und auch die Gehörnte Mauerbiene – viel früher im Jahr fliegen. Die anderen Bienen müssen erst ihre Metamorphose (die Verwandlung von der Puppe zum Vollinsekt) beenden.

Du willst sichergehen, dass deine Mauerbienen bei ihrem ersten Ausflug im Frühling genug Nahrung haben? Dann setze bereits jetzt unsere Blumenzwiebeln für früh blühende Traubenhyazinthen. Es sind die perfekten Nektartankstellen für deine Schützlinge.

Traubenhyazinthen geben Wildbienen Kraft. Im Winter gepflanzt, blühen sie zum Frühlingsstart. Bild: Pollinature 

Traubenhyazinthen geben Wildbienen Kraft. Im Winter gepflanzt, blühen sie zum Frühlingsstart. Gibt es auch bei uns im Shop. Bild: Pollinature

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